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Ein Anstieg der Temperatur in der Silage gilt
als Alarmzeichen. Erwärmung ist das Ergebnis eines aeroben Stoffabbaus und
mit erheblichen Verlusten an Nährstoffen, Energie und Trockenmasse
verbunden. Besonders gefährdet sind energie- und trockenmassereiche Gras-
und Maissilagen. Je Grad Celsius Temperaturanstieg pro Tag gehen 0,1% MJ NEL
je kg Trockensubstanz (TS) verloren. Der Energiegehalt sinkt pro Tag um
mindestens 0,1 MJ/ NEL/kg TS. Außerdem treten Masseverluste von bis zu 3,5%
TS pro Tag ein.
Der Temperaturanstieg bei der Einlagerung sollte im Durchschnitt 5°C zur
Umgebungs-temperatur nicht überschreiten. Bei stärkerem Anstieg auf z.B.
40°C beginnt eine irreversible Schädigung des Rohproteins und einhergehend
den Rückgang des Futterwerts.
Bei der Entnahme spielt der Lufteinschluss eine große Rolle. Hefen und
Schimmelpilze werden dann aktiv und führen zu einer raschen Erwärmung und
Schimmelpilzbildung. Es können Temperaturen von bis zu 50°C erreicht werden!
Durch einfache Temperaturmessung an der Anschnittfläche kann überprüft
werden, inwieweit Verluste durch Nacherwärmung entstehen. Als normal gelten
Temperaturen zwischen 14 und 16°C. Bei Nacherwärmung der Silage steigt die
Temperatur an der Anschnittfläche auch in 30cm Tiefe noch stark an. Risiken,
die ebenfalls mit dem Temperaturanstieg einhergehen sind eine verminderte
Futteraufnahme und die Bildung von Mykotoxinen.
Einflussfaktoren sind die Abdeckung, die Verdichtung, die Entnahmeart und
-geschwindigkeit sowie die Verwendung von Siliermitteln. |
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